Henna! :)

by vegalison

Ich färbe mir schon seit längerer Zeit die Haare monatlich mit Henna. Früher hatte es mir nie großen Spaß gemacht, einen miefigen Brei anzurühren und mir auf den Kopf zu klatschen, wobei die Hälfte (ok, das ist vielleicht ein bisschen übertrieben 😉 ) bevor ich fertig war schon wieder abgebröckelt war. Die ganzen Krümel und Kleckse danach aufzusammeln und wegzuwischen fand ich auch nicht so toll. Der Fehler, den ich gemacht hatte, war aber, dass ich mich immer fast schon religiös an die Gebrauchsanweisungen auf den Packungen gehalten hatte. Durch den Lange-Haare-Blog erfuhr ich aber, dass es auch ganz anders geht! Seitdem ich die Anleitung gelesen habe, lasse ich den Brei über Nacht stehen mit dem Ergebnis: keine Bröckchen mehr und kaum noch Krümel! Das Auftragen ist viel schneller und angenehmer und ich muss nur noch – wenn überhaupt! – den ein oder anderen Klecks wegwischen. Und seitdem ich weiß, dass man auch noch alles mögliche reinrühren kann, macht es mir richtig Spaß. Ich freue mich mittlerweile richtig, mal eine andere Zutat auszuprobieren.

So haben bis jetzt ein paar “Rezepte” von mir ausgesehen:

ca. 50 g Khadi schwarz
ca. 50 g Henné auburn
ca. 25 g Henné châteaux
ca. 25 g Khadi rot
500 ml Schwarztee
5 Stunden Einwirkzeit

18 g Henné château
52 g Khadi rot
100 g Khadi schwarz
500 ml Schwarztee
etwas Zitronensaft
5 Stunden Einwirkzei

150 g Khadi rot
Saft einer halben Zitrone
heißes Wasser
zwei Tage später (da war ich am nächsten Tag doch nicht zum Färben gekommen):
4 EL Sojade natur
etwas heißes Wasser
3 Stunden Einwirkzeit

100 g Khadi rot
1 EL Khadi dunkelbraun
400 ml Schwarztee
am nächsten Tag:
2 EL Apfelessig
1 TL Spülung
1 TL Olivenöl
1 TL Rosenwasser
3 Stunden Einwirkzeit

Man merkt, ich wurde experimentierfreudiger und bin aus Unsicherheit, ob Henné 100%ig vegan ist, ganz auf Khadi umgestiegen. Die Sojade macht den Brei supercremig, nur bekomme ich sie leider nicht immer.

Hier sind ein paar Fotos:

Bild
mein Ansatz

Bild
nach dem Färben – mit Blitz

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meine Längen – mit Blitz

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mein Ansatz nach dem Färben – ohne Blitz

Die Fotos sind vielleicht nicht 100%ig repräsentativ, weil ich damals – wie man sehen kann – ein bisschen Probleme mit meinen Haaren hatte, ich weiß nicht genau warum (Edit: mittlerweile weiß ich es, ich hätte eigentlich auch früher drauf kommen können: zu der Zeit hatte ich meine Haare fast täglich geglättet!). Mittlerweile habe ich es so einigermaßen in den Griff bekommen, bin eben immer noch am Dazulernen. Aber die Farbe gefällt mir sehr gut auf den Fotos. Ich meine dafür, dass ich eigentlich dunkelblond bin. Da hatte ich ein Dunkelbraun- und Rot-Gemisch gemacht.

Naja, irgendwann konnte ich diesen hennaroten Ansatz nur nicht mehr sehen. Meine dunkelbraun-roten Längen gefallen mir total, aber dieses Rot…irgendwie wollte ich mal was anderes ausprobieren. Ich forschte im Internet nach Ergebnissen von Henna- und Directions-Gemischen oder von Directions-Farben auf dunkleren Haaren. Früher hatte ich mit Directions getönt, aber entweder auf meiner Naturhaarfarbe oder später auf aufgehellten Haaren. Besonders fündig wurde ich nicht, außer, dass Dark Tulip auf dunklen Haaren gut sichtbar sein soll. Leider bekam ich die Farbe in dem Friseurladen in der Stadt nicht, weswegen ich zu Rose Red griff. Die Farbe hatte ich früher ohne meine Haare vorher aufzuhellen genommen und es hatte immer gut geklappt. Dieses Rezept kam dabei raus:

100 g Khadi rot
400 ml Schwarztee
am nächsten Tag:
1 TL Apfelessig
1 TL Kokosöl
1 EL Haarkur
1 EL Sojamilch
1 TL Rosenwasser
1/2 Topf Directions Rose Red
> 4 Stunden Einwirkzeit

Hier ist das Ergebnis:

Bild
nach 1x waschen, mit Blitz

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und ohne Blitz!

Ich bin mir sicher, dass ich einen leichten Schimmer sehen kann. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich dieses Mal kein dunkelbraun dazugemischt hatte. Besonders hohe Erwartungen hatte ich aber auch keine. Ob der nach einer Woche immer noch sichtbare rosa Fleck in der Dusche es wert ist, in Zukunft immer Directions dazuzumischen, weiß ich noch nicht. Mit Dark Tulip werde ich es auf jeden Fall mal ausprobieren, vielleicht ist die Farbe ja nicht so hartnäckig in der Dusche. Aber nächstes Mal nehme ich ein wenig Ebony oder Dark Brown… 😉

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