Extrem luxuriöses Leave-In für extrem beanspruchtes Haar!

by vegalison

Ok, ich gebe es zu, ich wollte eigentlich nur zweimal das Wort “extrem” benutzen. Aber ich hatte einmal nebenbei erwähnt, dass mein Haar früher durch fast tägliches Glätten (zum Glück über einen nicht sehr langen Zeitraum) ziemlich strapaziert war – es war trocken, buschig, krisselig, einfach unschön. Nach einiger Zeit hatte ich es so einigermaßen in den Griff bekommen – mit Kuren, Öl, weniger glätten und wenn doch, dann immer mit Hitzeschutzspray, ab und zu alternativer Haarwäsche und Rosenwasser, dem Hauptbestandteil eines Leave-Ins, das ich mir neulich zusammengemischt habe.

Meine Situation sieht nämlich so aus: Ich wollte langes Haar haben. Unbedingt. Ich habe nämlich Wellen und dann dachte ich, wenn mein Haar lang und schwer genug ist, hängen die sich eh so einigermaßen aus. Also ließ ich es wachsen. Und weil es immer noch nicht lang genug war, griff ich zum Glätteisen. Und als es dann lang genug war, war es so buschig…dass ich wieder zum Glätteisen griff. Und so weiter und so weiter. Die letzten paar Wochen, seit Weihnachten, wenn ich mich recht erinnere, hatte ich es aber kein einziges Mal angefasst. Ich war glücklich, mein Haar auch. Und es war schön lang. Aber dann…fing es an, mich zu stören. Es war einfach überall. Also fing ich an, es fast jeden Tag zusammenzubinden. Was ist der Sinn von langem Haar, wenn ich es am Schluss sowieso immer zusammengebunden trage, fragte ich mich. Also ging ich zur Friseurin und ließ es mir abschneiden, etwa zur Schulter. Und bin glücklich. Noch. Aber weil es jetzt so kurz ist, werde ich wahrscheinlich hin und wieder mal zum Glätteisen oder Haartrockner greifen. Und weil ich mir vorgenommen habe, es jetzt öfter offen zu tragen, werde ich es mir wahrscheinlich wieder jeden zweiten Tag waschen müssen. Vorher hatte ich alle drei Tage gewaschen: am ersten Tag sah alles noch schön frisch aus, am zweiten Tag naja, Pony musste schonmal weggesteckt werden, gegen Ende trug ich schon am zweiten Tag einen Pferdeschwanz oder Dutt, am dritten Tag ging nur noch Dutt, vorher am besten noch mit ein bisschen Körperpuder von Wolkenseifen etwas ansehnlicher gemacht.
Und wer jetzt an irgendwelche First-World-Problem-Memes denkt – ja, ich bin auch politisch sehr interessiert, wollte diesen Blog aber weniger dafür nutzen.
Jedenfalls wollte ich nicht, dass das Gleiche nochmal passiert und mein Vorsatz bei meinem haarigen Neuanfang ist jetzt: pflegen, pflegen, pflegen.

Dazu wird auch besagtes Leave-In gehören, das ich jetzt regelmäßig benutze:

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Ich hatte zwei TL Gurkenextrakt in ein 50 ml Fläschchen gegeben und mit es mit Rosenwasser aufgefüllt. Dazu kamen noch fünf Tropfen Kaktusfeigenkernöl und acht Tropfen Jasminöl. Vegan, ohne Silikone und ganz schnell selbst gemacht. Sprühkopf drauf, gut schütteln und lossprühen 🙂

Gurkenextrakt ist feuchtigkeitsspendend
Rosenwasser erfrischt und ist feuchtigkeitsspendend – man merkt den Effekt sofort, das Haar wird total weich!
Kaktusfeigenkernöl ist eines der teuersten Öle in der Kosmetik. “Sehr empfehlenswert bei trockenen und spröden Haaren, denn es wirkt feuchtigkeitsspendend und revitalisierend.” sagt Wolkenseifen. Wem das Öl selbst zu teuer ist, kauft es trotzdem und schenkt es seiner Mutter (oder einem anderen Familienmitglied) und kündigt an, dass man es auch mal für etwas benutzen wird. Von mir gut getesteter Vorgang, anwendbar bei Cremes, diversen Essensachen oder Karten für Fleetwood Mac. Das Ergebnis: alle sind glücklich 🙂
Jasminöl ist eines der kostbarsten ätherischen Öle. Jasminöl hat eine positive Wirkung bei PMS, Kopfschmerzen, Nervosität, Hautentzündungen, Gebärmutterproblemen, Menstruationsstörungen, der Geburt, Blockaden und Ängsten und soll die Stimmung heben (Quelle: “Die heilende Energie der ätherischen Öle” von Gerti Samel und Barbara Krähmer). Ganz davon abgesehen riecht es einfach himmlisch. Vielleicht kann man auch mehr davon reinmachen, damit man es neben dem Rosenwasser und besonders dem Gurkenextrakt besser riechen kann, aber ich war mir am Schluss doch nicht mehr so sicher mit dem Verhältnis ätherisches Öl zu restlicher Flüssigkeit.

Memo an mich: nächstes Mal Aloe-Vera-Saft statt Gurkenextrakt nehmen, riecht wesentlich schwächer!

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