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Category: Kosmetik

Wildes Hennen für die Amphi

Oder auch: Was mache ich mit dem Rest Tönung in einer Manic-Panic-Flasche?

Vor einiger Zeit hatte ich die Tönung “Wildfire” von Manic Panic ausprobiert, einfach um einen anderen Rotstich in den Haaren zu haben. Das Ergebnis war sehr schön, vielleicht teile ich da auch mal Bilder. Danach hatte ich einen Klecks mit Haarkur gemischt und dann einwirken lassen. Dann war da noch ein Rest übrig, eigentlich zu schade zum Wegwerfen. Im Vergleich zu den Directions-Töpfen sind die Amplified-Flaschen von Manic Panic in der Hinsicht ein bisschen unpraktisch, weil man mit den Fingern nicht auf den Boden kommt. Also hatte ich die Idee: Ich gieße da meinen Zitronensaft rein, vermische alles gut, damit sich der Rest der Tönung aus der Flasche löst und kippe dann alles in mein Henna. Und das tat ich dann mit…

1 Packung Khadi Henna, Amla und Jatropha
ca. 250 ml Salbeitee
Saft einer Zitrone
ca. 1 EL Manic Panic Wildfire Amplified
über Nacht ziehen lassen und am nächsten Tag:
1 gute Prise Cayenne-Pfeffer
4 Tropfen Teebaumöl
1 TL Aloe-Vera-Öl
1 TL Aloe-Vera-Gel
4 TL Gurkenextrakt
3 – 4 EL Alverde Spülung für rotes, braunes und schwarzes Haar (gibt es glaube ich nicht mehr)
Und das drei Stunden einwirken lassen!

Das Ergebnis zwei Tage und eine Haarwäsche später in der Abendsonne am Strand:

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Viel von der Tönung hat man nicht gesehen, aber es war definitiv besser als Wegwerfen! Und amm Tag danach hatte ich noch ein Kompliment bekommen, weil das rot viel intensiver wäre als sonst.

So, das wars erstmal wieder von mir!

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2 vegane Lippenstifte von Manic Panic: Tainted Love und Marilyn

Knallrote vegane Lippenstifte? Das geht anscheinend! Manic Panic macht welche, von denen ich zwei habe: Tainted Love und Marilyn

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Bild(links Tainted Love und rechts Marilyn)

Zuerst zu Tainted Love, der sieht so aus:

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(“Nicht in den Mundwinkel rein! Bloß nicht in den Mundwinkel rein! Ups, zu spät…”)

Das ist drin:
“Mineral Oil (Paraffinum Liquidum), Ozokerite, Microcrystalline Wax (Cera Microsristallina), Caprylic/Capric Triglyceride, Isopropyl Myristate, Ethylhexyl Palmitate, Simmondsia Chinensis (Jojoba) Seed Oil, Methylparaben, Polyglyceryl-3 Polyricinoleate, Lecithin, Isopropyl Myristate, Propylparaben, BHT, Tocopheryl Acetate, Retinyl Palmitate [+/-(MAY CONTAIN): Mica, Titanium Dioxide (CI 77891), Iron Oxides (CI 77491, 77492, 77499), Red 28 (CI 45410), Yellow 5 Lake (CI 19140), Red 7 Lake (CI 15850), Red 6 Lake (CI 15850), Yellow 6 (CI 15985), Blue 1 Lake (CI 42090)]”

Ich hatte ihn mir ursprünglich gekauft, weil ich hierfür einen richtig roten Lippenstift ohne großen Pinkanteil gesucht hatte und bei diesem gelesen hatte, dass er leicht orangefarben wäre. Leicht orangefarben sieht er nur “am Stück” aus, auf den Lippen hat er, je nach dem, wie viel man aufträgt, dennoch einen Pinkstich. Dass die Farbe sonst als Erdbeerrot bezeichnet wird, hatte ich in meiner Begeisterung wohl überlesen, das trifft nämlich viel besser zu.

Ganz anders als Marilyn:

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(“Einfach mal lächeln, dann sehen meine Schminkkünste gleich viel besser aus!”)

Die Inhaltsstoffe konnte ich auf Anhieb leider nicht finden, aber sollte ich das tun, werde ich sie noch hinzufügen!

Mir persönlich gefällt die Farbe besser, eben weil sie einen größeren Rotanteil hat. Man muss nicht mehrere Lagen auftragen, bis die Lippen rot werden. Während Tainted Love fast geruchslos ist, riecht Marilyn richtig nach…Lippenstift. Erinnert mich an Kindertage, an denen ich im Schminkkasten meiner Mutter rumgekramt und alles mögliche ausprobiert hatte.

Aufgrund meiner Unerfahrenheit kann ich die Haltbarkeit nicht so gut beurteilen, aber ich denke, sie ist ganz ordentlich. Gut, küssen geht eben nicht, aber sonst sind sie ganz gut. Wenn ich abends weggehe, nehme ich aber trotzdem vorsichtshalber einen mit.

EDIT: Der “Marilyn”-Lippenstift ist nicht vegan, da mindestens Wollwachs enthalten (mittlerweile stehen die Inhaltsstoffe auf dem Lippenstift drauf). In dem Shop, in dem ich ihn gekauft hatte, wurden jedoch alle Manic-Panic-Artikel pauschal als vegan angeboten. Sehr schade.

Haarkur extrem: 1 Woche Sebum Only

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Ok, erstmal vorab: Ich weiß nicht, ob man bei einer Woche schon von “Sebum Only” reden kann. Ursprünglich hatte ich eigentlich vor, es mindestens zwei Wochen lang auszuprobieren, hatte aber eben schon nach einer aufgehört. Das hatte zwei Gründe: Schon nach drei Tagen hatte sich das meiste Fett gut verteilt gehabt. Und dann hatte ich endlich die Zeit und Lust gefunden, nachträglich meinen Geburtstagskuchen zu backen und mit auf die Arbeit zu nehmen (ich hatte das nicht während meines Urlaubes gemacht). Kuchen von einer essen, die so fettige Haare hat? Und dann auch noch veganen Kuchen?! Nee, du, lass mal…
Aber ich kann schonmal sagen: es hat sich trotzdem gelohnt.

Gut, wo fange ich an, oder: wo hatte es angefangen: Ich hatte natürlich schon vor einiger Zeit gehört oder eher gelesen gehabt, dass es Leute gibt, die sich die Haare nur noch mechanisch reinigen. Und dass es welche gibt, die als Haarkur ein paar Wochen aufs Waschen verzichten. Klang natürlich interessant, ich hatte aber trotzdem keine Lust gehabt, es nachzumachen. Und dann las ich die Berichte auf Kosmetik Vegan und suchte nach weiteren Erfahrungsberichten. Und noch am gleichen Tag entschied ich mich, es auszuprobieren. Natürlich erst nach unserer Betriebsfeier Mitte März, obwohl meine Kollegen wohl schon so einiges von mir gewohnt sein müssten; ein über Monate hinweg entzündetes Snug-Piercing oder penetranter Apfelessiggeruch nach meinem ersten Essig-Rinse-Versuch (“Wie, das muss man mit Wasser verdünnen?!”) sind da nur zwei Beispiele.

Zu meiner Situation:
Meine Haare sind etwas länger als schulterlang, wellig, ich habe Stufen und einen Pony – das volle Programm eben (ich war mit einem 70er-Jahre-Foto von Christine McVie zur Friseurin gerannt, was hatte ich mir dabei nur gedacht? Also in Bezug auf meine welligen Haare – kurz und stufig geht bei mir eigentlich gar nicht). Ich färbe meistens mit Henna, wasche abwechselnd mit Shampoo und natürlichen Haarwaschmitteln wie Natron, Waschnüssen, Haarseife und so und pflege mit Ölen und herkömmlichen Haarkuren.
Mein Problem:
Trockenes Deckhaar, strähnige Längen, schnell fettende Kopfhaut, kaum Glanz, früher öfters Schuppen. Ich bin chronisch unzufrieden, das macht es vielleicht noch schlimmer.

Vorbereitet hatte ich mich nicht groß, abgesehen vom Lesen der Erfahrungsberichte. Den Eintrag im Langhaarwiki hatte ich mir noch sorgfältig durchgelesen und mir auch die berühmten Fragen gestellt:
“Wie ist meine persönliche Grundeinstellung Sebum gegenüber?”
Ich finde es ok, an sich nicht eklig oder so. Es sieht nur ein bisschen blöd aus und lässt mich nicht die Frisuren machen, die ich machen will, wenn in größeren Mengen vorhanden. Es gehört irgendwie dazu. Ich verstehe ehrlich gesagt diese ganze Angst vor dem eigenen Körper und was er so macht und produziert nicht. Ich sage manchmal, warum ekeln sich so viele Menschen vor dem eigenen Talg auf dem Kopf und waschen sich jeden Tag die Haare (es soll wohl sogar Menschen geben, die sich zwei Mal täglich die Haare waschen), nur um sich danach artfremdes Sebum in Form von Lanolin reinzuschmieren? Warum dann nicht gleich das eigene zur Pflege benutzen? Gegen diesen ganzen unnatürlichen Hygienewahn will ich damit auch ein Zeichen setzen.
“Aus welchem Grunde will ich NW/SO ausprobieren?”
Ich wollte es mal ausprobieren und schauen, ob es was bringt.
“Was erwarte ich von NW/SO?”
Dass meine Haare nicht mehr so trocken sind, weicher werden, mehr glänzen und die Kopfhaut nicht mehr so schnell nachfettet. Viel Geld, ein eigenes Haus, Weltfrieden und dass alle Menschen vegan werden wäre auch prima gewesen.
“Wie sehen meine Ernährung und mein Trinkverhalten aus? Nehme ich zu viel „Müll“ zu mir, der auch über die Kopfhaut wieder ausgeschieden wird? Trinke ich ausreichend (Wasser)?”
Naja…zum Frühstück gibts eine Tasse Grüntee, auf der Arbeit eine Tasse Kaffe und eine Flasche Mineralwasser, später gehts weiter mit Mineralwasser, manchmal einem frisch gepressten Saft, alkoholfreiem Bier, seltener nochmal einem Kaffee, Tee, einem Glas Wein oder Pflanzenmilch oder einem Smoothie. Leider viel Müll denke ich und nicht genug Wasser. Seitdem ich aber weiß, wie belastet unser Leitungswassser ist, ist das leider ein bisschen schwierig.

Dann kam die letzte Haarwäsche, die bestand nur aus einem Esslöffel Natron gemischt mit Wasser und ausgespült mit kaltem Wasser.
“Werkzeuge” hatte ich mir keine im Vorfeld angeschafft; ich hatte das benutzt, was ich schon zu Hause hatte: zuerst hatte ich meine Kopfhaut kopfüber mit meinem Tangle Teezer geschrubbt. Dann bin ich mit meiner Sisalbürste durchgefahren. Danach kam noch eine Holzbürste mit Holznoppen dran und zum Schluss hatte ich meine Haare mit den Fingern durchgekämmt. Und dann hatte ich mich aufrecht hingestellt und alles wiederholt. Alles schön in einen Pferdeschwanz oder Dutt gepackt, Pony weggesteckt, fertig:

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Und so schlimm sah das dann gar nicht aus, oder? Das war am Tag vor der ersten Haarwäsche.
So ging das dann eine Woche lang, drei Mal am Tag. Mit Rosenwasser versuchte ich, dem Müffeln entgegenzuwirken. Gerochen hatten meine Haare schon ein wenig, aber ich fand nicht, dass es schlimmer war als wenn ich sie zwei Tage lang nicht gewaschen hätte. Natürlich bin ich jeden Tag an der frischen Luft spazieren gegangen und hatte meine Haare einmal täglich aufgemacht zum “Durchlüften”. Das ständige Haargummitragen war vielleicht nicht ganz so gut; irgendwann fing mein Kopf an wehzutun, als hätte ich ihn mir angestoßen, ich denke, das könnte an der ständigen Spannung gelegen haben (obwohl ich immer darauf achte, keine zu straffen Pferdeschwänze oder Dutts zu tragen)? Mit juckender Kopfhaut hatte ich aber noch keine Probleme gehabt. Geschuppt hatte ich auch nur beim Bürsten. Meine Haare waren schön weich und ich hatte schon fast dieses berühmte “gesättigte” Gefühl, das ich nie während einer Ölkur hatte (außer bei Sheabutter, aber mehr dazu weiter unten). Trotzdem freute ich mich auf die Haarwäsche.

Nach einer Woche und einer Haarwäsche zunächst nur ein “meh”: meine Haare sahen aus wie vorher. Aber ok, schließlich hatte ich es erst einmal gemacht und auch nur für eine Woche. Das war am Donnerstag. Am Samstag kam aber die Überraschung: vorher wären meine Haare nach zwei Tagen schon ziemlich fettig und waschreif gewesen. Jetzt war aber nur der Ansatz leicht fettig, wie früher nach einem Tag. Es hatte sich also wohl doch was getan! Nur die Spitzen waren leicht trocken, da hätte ich wohl ein wenig mit Sheabutter nachhelfen müssen.

Ursprünglich hatte ich mir vorgenommen, es viermal im Jahr zu machen, immer zu Beginn einer neuen Jahreszeit oder so. Die Idee fand ich ganz schön. Aber ich denke nicht, dass ich noch drei Monate warten werde, bis ich es nochmal probiere. Und dann auch länger als eine Woche!

Bis dahin schaue ich mal, was ich noch so ausprobieren werde. Bei meinen Vorbereitungen hatte ich nämlich Sheabutter neu entdeckt. Als ich gelesen hatte, dass Sheabutter dem menschlichen Sebum sehr ähnlich sein sollte, hatte ich mir kurzerhand eine haselnussgroße Menge in die Haare massiert, nur mal um zu schauen, wie es aussieht und ob ich es aushalten könnte, eine längere Zeit so herumzulaufen. Das Gefühl war ganz in Ordnung, schon schwer und fettig, aber nicht so glitschig-ölig (so eine Überraschung) wie mit Öl. Ein paar Stunden später hatte ich es ausgewaschen – das ging überraschend gut, auch viel besser als bei einer Ölkur! Sogar geglänzt hatten sie danach ein bisschen 🙂

Was ich auch noch sagen wollte: Mir ist bewusst, dass ich ständig zwischen “Haar” und “Haare” hin und her pendle. Und…ich hab überhaupt keine Ahnung, was ich benutzen soll. Man kann seine Haare nicht zählen, deswegen sollte man “Haar” sagen, jedenfalls hatte ich das mal gelernt. Aber immer nur “Haar” zu sagen ist auf Dauer irgendwie anstrengend und klingt auch ein bisschen hochtrabend.

Crazy Rumors Tropical HibisKiss Lippenstift

Hier fange ich mal an und stelle einen veganen Lippenstift genauer vor, nämlich den “Tropical” von Crazy Rumors aus der HibisKiss-Reihe:

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Der Stift ist sehr dünn, er hat einen Durchmesser von etwa 1 cm. Crazy Rumors nennt den Lippenstift auch Lippenbalsam, aber ich finde ihn nicht so pflegend wie die farblosen Lippenpflegestifte von Crazy Rumors, er zieht auch gar nicht richtig ein. Aber ich trage ihn sowieso eher wegen der Farbe. Sie gefällt mir sehr gut, sie ist sehr dezent aber trotzdem nicht langweilig. Am allerbesten gefällt mir aber der fruchtige Duft.

Das sagt Crazy Rumors:

Tropical HibisKiss Lippenstift/Lippenfarbe

Verführerischer Lippenbalsam mit mineralischer Farbe

mit feuchtigkeitsspendender Shea Butter und beruhigendem Jojoba Öl

Inhalt: 2.55g

Inhaltsstoffe: 100% natürlich und vegan

Bestandteile: Jojobaöl*, Extra Virgin Oliven Öl*, Shea Butter*, Candelilla Wachs, Soja Wachs, Glimmer, Titandioxid, Eisenoxid, natürliches & biologisches Aroma &/oder pure ätherische Öle, Vitamin E, Carnauba Wachs*, Stevia

INCI (International Nomenclature of Cosmetic Ingredients): SIMMONDSIA CHINENSIS SEED OIL*, OLEA EUROPAEA FRUIT OIL*, BUTYROSPERMUM PARKII BUTTER*, EUPHORBIA CERIFERA CERA, HYDROGENATED SOYBEAN OIL, MICA, TITANIUM DIOXIDE, CI 77489, PARFUM, TOCOPHEROL, COPERNICIA CERIFERA CERA*, STEVIA REBAUDIANA EXTRACT

* = Rohstoffe aus zertifiziert biologischem Anbau

Mindestens haltbar bis: garantiert mindestens 12 Monate  siehe Verpackung für genaues Datum

Hergestellt in den USA

Und so sieht er dann aus:

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*uäh, komische Make-Up-Krümel*

Extrem luxuriöses Leave-In für extrem beanspruchtes Haar!

Ok, ich gebe es zu, ich wollte eigentlich nur zweimal das Wort “extrem” benutzen. Aber ich hatte einmal nebenbei erwähnt, dass mein Haar früher durch fast tägliches Glätten (zum Glück über einen nicht sehr langen Zeitraum) ziemlich strapaziert war – es war trocken, buschig, krisselig, einfach unschön. Nach einiger Zeit hatte ich es so einigermaßen in den Griff bekommen – mit Kuren, Öl, weniger glätten und wenn doch, dann immer mit Hitzeschutzspray, ab und zu alternativer Haarwäsche und Rosenwasser, dem Hauptbestandteil eines Leave-Ins, das ich mir neulich zusammengemischt habe.

Meine Situation sieht nämlich so aus: Ich wollte langes Haar haben. Unbedingt. Ich habe nämlich Wellen und dann dachte ich, wenn mein Haar lang und schwer genug ist, hängen die sich eh so einigermaßen aus. Also ließ ich es wachsen. Und weil es immer noch nicht lang genug war, griff ich zum Glätteisen. Und als es dann lang genug war, war es so buschig…dass ich wieder zum Glätteisen griff. Und so weiter und so weiter. Die letzten paar Wochen, seit Weihnachten, wenn ich mich recht erinnere, hatte ich es aber kein einziges Mal angefasst. Ich war glücklich, mein Haar auch. Und es war schön lang. Aber dann…fing es an, mich zu stören. Es war einfach überall. Also fing ich an, es fast jeden Tag zusammenzubinden. Was ist der Sinn von langem Haar, wenn ich es am Schluss sowieso immer zusammengebunden trage, fragte ich mich. Also ging ich zur Friseurin und ließ es mir abschneiden, etwa zur Schulter. Und bin glücklich. Noch. Aber weil es jetzt so kurz ist, werde ich wahrscheinlich hin und wieder mal zum Glätteisen oder Haartrockner greifen. Und weil ich mir vorgenommen habe, es jetzt öfter offen zu tragen, werde ich es mir wahrscheinlich wieder jeden zweiten Tag waschen müssen. Vorher hatte ich alle drei Tage gewaschen: am ersten Tag sah alles noch schön frisch aus, am zweiten Tag naja, Pony musste schonmal weggesteckt werden, gegen Ende trug ich schon am zweiten Tag einen Pferdeschwanz oder Dutt, am dritten Tag ging nur noch Dutt, vorher am besten noch mit ein bisschen Körperpuder von Wolkenseifen etwas ansehnlicher gemacht.
Und wer jetzt an irgendwelche First-World-Problem-Memes denkt – ja, ich bin auch politisch sehr interessiert, wollte diesen Blog aber weniger dafür nutzen.
Jedenfalls wollte ich nicht, dass das Gleiche nochmal passiert und mein Vorsatz bei meinem haarigen Neuanfang ist jetzt: pflegen, pflegen, pflegen.

Dazu wird auch besagtes Leave-In gehören, das ich jetzt regelmäßig benutze:

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Ich hatte zwei TL Gurkenextrakt in ein 50 ml Fläschchen gegeben und mit es mit Rosenwasser aufgefüllt. Dazu kamen noch fünf Tropfen Kaktusfeigenkernöl und acht Tropfen Jasminöl. Vegan, ohne Silikone und ganz schnell selbst gemacht. Sprühkopf drauf, gut schütteln und lossprühen 🙂

Gurkenextrakt ist feuchtigkeitsspendend
Rosenwasser erfrischt und ist feuchtigkeitsspendend – man merkt den Effekt sofort, das Haar wird total weich!
Kaktusfeigenkernöl ist eines der teuersten Öle in der Kosmetik. “Sehr empfehlenswert bei trockenen und spröden Haaren, denn es wirkt feuchtigkeitsspendend und revitalisierend.” sagt Wolkenseifen. Wem das Öl selbst zu teuer ist, kauft es trotzdem und schenkt es seiner Mutter (oder einem anderen Familienmitglied) und kündigt an, dass man es auch mal für etwas benutzen wird. Von mir gut getesteter Vorgang, anwendbar bei Cremes, diversen Essensachen oder Karten für Fleetwood Mac. Das Ergebnis: alle sind glücklich 🙂
Jasminöl ist eines der kostbarsten ätherischen Öle. Jasminöl hat eine positive Wirkung bei PMS, Kopfschmerzen, Nervosität, Hautentzündungen, Gebärmutterproblemen, Menstruationsstörungen, der Geburt, Blockaden und Ängsten und soll die Stimmung heben (Quelle: “Die heilende Energie der ätherischen Öle” von Gerti Samel und Barbara Krähmer). Ganz davon abgesehen riecht es einfach himmlisch. Vielleicht kann man auch mehr davon reinmachen, damit man es neben dem Rosenwasser und besonders dem Gurkenextrakt besser riechen kann, aber ich war mir am Schluss doch nicht mehr so sicher mit dem Verhältnis ätherisches Öl zu restlicher Flüssigkeit.

Memo an mich: nächstes Mal Aloe-Vera-Saft statt Gurkenextrakt nehmen, riecht wesentlich schwächer!

Erst braun und dann noch wieder rot

Während meiner Suche nach braunem Haar ohne Rotstich hatte ich Ende Dezember mal nicht mit Henna gefärbt. Stattdessen bin ich bei uns ins Reformhaus gegangen und war kurz davor, Sanotint zu kaufen. Sanotint hatte ich früher regelmäßig benutzt, mit guten Farbergebnissen, jedoch hatte mir nach nur einigen Minuten nach dem Auftragen die Kopfhaut gebrannt. Da hatte ich mich umentschieden und Herbatint (ebenfalls vegan) genommen. Herbatint hatte ich noch nicht ausprobiert, ich war aber sehr zufrieden: die angerührte Farbe roch weniger stark als das Sanotint und meine Kopfhaut hatte überhaupt nicht gebrannt oder gejuckt; auch nicht, als die Farbe schon eine halbe Stunde lang drauf war. Der etwas höhere Preis hat sich also für mich auf jeden Fall gelohnt. Das Ergebnis war auch ein schönes gleichmäßiges Braun. Es hatte sich leider mit der Zeit rausgewaschen, hat aber länger gehalten als andere dauerhaften Haarfarben, die ich früher benutzt hatte.

Ende Januar passierte es aber doch: irgendwie fing ich an, den hennaroten Schimmer zu vermissen (ich hab Probleme, ja, ja!). Weil sowieso die nächste Färbung bevorstand, nahm ich dieses Mal nur rotes Henna (bzw. das Henna, Amla & Jatropha, also kein Henna mit Indigoanteil). Das Ganze sah dann so aus:

100 g Khadi Henna, Amla & Jatropha (wenn ich woanders schon mal von rotem Henna von Khadi geschrieben hatte, hatte ich immer das gemeint; mir war gar nicht aufgefallen, dass Khadi auch reines Henna anbietet…obwohl ich mir das ja hätte denken können)
1 EL Shikakai-Pulver
heißes Wasser

drei Stunden später kamen noch dazu
3 EL Sojajoghurt (Sojade)
Saft einer halben Zitrone
1 TL Neobio Henna Balsam plus
1 TL Rosenwasser (ich habs ja… 😉 )
1 TL Pfirsichkernöl

Dieses Mal hatte ich es über Nacht einwirken lassen, d.h. ca. sieben Stunden lang und am nächsten Morgen nur mit Wasser und ein wenig Henna Balsam plus ausgewaschen. Bei mir verändert sich die Farbe noch leicht, wenn ich das Henna ohne Shampoo auswasche. Dazu kommt noch, dass mein Haar danach zwar irgendwie weich, aber trotzdem eher trocken ist; gleich mit Shampoo zu kommen würde es wohl noch schlimmer machen. Ich mache am gleichen Tag oder am Tag vorm Färben sowieso eine Natronwäsche mit Apfelessigspülung, da sind sie sowieso sauber und es kommt mir so vor, als hätte ich keine Shampoo-, Seifen-, Spülung- oder sonstige Rückstände mehr im Haar.

Zwei Wochen später:

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🙂

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😀

Vegane Lippenstifte

Weil in den meisten Lippenstiften Bienenwachs, Lanolin (Wollwachs) oder Karmin enthalten sind, kann es schwierig sein, einen guten veganen Lippenstift in der passenden Farbe zu finden. Deswegen wollte ich mal meine Lippenstifte und andere Lippenfarben zeigen:

Bild

BildIch hätte nie gedacht, dass ich mal so ein Bild machen würde!

Von links nach rechts: p2 Pearl + Glow Lipgloss “Cherry Affair”, Alva “Hot Pink, Alva “Dark Red”, Crazy Rumours – Hibiskiss “Tropical”, Manic Panic “Tainted Love”, Alverde “Softly Nude”

Demnächst habe ich vor, sie ein bisschen näher vorzustellen, vielleicht kommt bis dahin auch noch ein neuer dazu. Noch ist meine Sammlung ja eher bescheiden 🙂

Henna mit Directions mischen Teil II

Letzten Monat hatte ich einen zweiten Mischversuch gestartet, dieses Mal mit “Dark Brown” von Directions.
Folgende Zutaten hatte ich genommen:

50g Khadi dunkelbraun
25g Khadi rot
1 EL Shikakai-Pulver
250 ml Schwarztee
am nächsten Tag kamen noch dazu:
1/2 Topf Directions “Dark Brown”
3 EL Sojade
1 TL Aloe-Vera-Öl (Sojaöl mit Aloe-Vera-Extrakt)
1 TL Rosenwasser
1 TL Agavendicksaft
1 TL Haarkur
3 Stunden Einwirkzeit

Das Khadi rot hatte ich als eine Art Grundierung genommen um sicher zu gehen, dass ich keinen grünen Ansatz bekomme, bin ja blond. Den hatte ich aber auch schon trotz roten Hennas, das muss wohl irgendwie an der Wassertemeperatur gelegen haben. Aber als Absicherung wollte ich es trotzdem dazutun! Mit dem Ergebnis war ich dieses Mal aber sehr zufrieden: Mein Haar war gleichmäßig braun geworden, auch der Ansatz. Der übliche Rotschimmer war mal nicht dominant. Die Directions-Farbe wäscht sich eben nur schnell raus, weswegen ich sie ab und zu nach dem Waschen ein bisschen mit einer Mischung aus Haarkur und Directions aufgefrischt hatte. Der Aufwand ist mir ein bisschen groß, um das jetzt immer so zu machen, aber als Abwechslung war es ganz in Ordnung. Meine Haarlänge ist übrigens irgendwo zwischen APL und BSL.

Henna auf aufgehelltem Haar

Vor kurzem hatte ich ja geschrieben, dass ich mir früher die Haare aufgehellt hatte (mit White Fire) und sie mir dann mit Directions getönt hatte. Irgendwann war ich aber auf Henna umgestiegen, anfangs natürlich noch mit aufgehelltem Haar, bis ich das dann rauswachsen gelassen hatte. Ich dachte ich zeige mal, wie das so aussah. Das Henna war das Mama Caca Rouge von Lush.

Image

Henna! :)

Ich färbe mir schon seit längerer Zeit die Haare monatlich mit Henna. Früher hatte es mir nie großen Spaß gemacht, einen miefigen Brei anzurühren und mir auf den Kopf zu klatschen, wobei die Hälfte (ok, das ist vielleicht ein bisschen übertrieben 😉 ) bevor ich fertig war schon wieder abgebröckelt war. Die ganzen Krümel und Kleckse danach aufzusammeln und wegzuwischen fand ich auch nicht so toll. Der Fehler, den ich gemacht hatte, war aber, dass ich mich immer fast schon religiös an die Gebrauchsanweisungen auf den Packungen gehalten hatte. Durch den Lange-Haare-Blog erfuhr ich aber, dass es auch ganz anders geht! Seitdem ich die Anleitung gelesen habe, lasse ich den Brei über Nacht stehen mit dem Ergebnis: keine Bröckchen mehr und kaum noch Krümel! Das Auftragen ist viel schneller und angenehmer und ich muss nur noch – wenn überhaupt! – den ein oder anderen Klecks wegwischen. Und seitdem ich weiß, dass man auch noch alles mögliche reinrühren kann, macht es mir richtig Spaß. Ich freue mich mittlerweile richtig, mal eine andere Zutat auszuprobieren.

So haben bis jetzt ein paar “Rezepte” von mir ausgesehen:

ca. 50 g Khadi schwarz
ca. 50 g Henné auburn
ca. 25 g Henné châteaux
ca. 25 g Khadi rot
500 ml Schwarztee
5 Stunden Einwirkzeit

18 g Henné château
52 g Khadi rot
100 g Khadi schwarz
500 ml Schwarztee
etwas Zitronensaft
5 Stunden Einwirkzei

150 g Khadi rot
Saft einer halben Zitrone
heißes Wasser
zwei Tage später (da war ich am nächsten Tag doch nicht zum Färben gekommen):
4 EL Sojade natur
etwas heißes Wasser
3 Stunden Einwirkzeit

100 g Khadi rot
1 EL Khadi dunkelbraun
400 ml Schwarztee
am nächsten Tag:
2 EL Apfelessig
1 TL Spülung
1 TL Olivenöl
1 TL Rosenwasser
3 Stunden Einwirkzeit

Man merkt, ich wurde experimentierfreudiger und bin aus Unsicherheit, ob Henné 100%ig vegan ist, ganz auf Khadi umgestiegen. Die Sojade macht den Brei supercremig, nur bekomme ich sie leider nicht immer.

Hier sind ein paar Fotos:

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mein Ansatz

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nach dem Färben – mit Blitz

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meine Längen – mit Blitz

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mein Ansatz nach dem Färben – ohne Blitz

Die Fotos sind vielleicht nicht 100%ig repräsentativ, weil ich damals – wie man sehen kann – ein bisschen Probleme mit meinen Haaren hatte, ich weiß nicht genau warum (Edit: mittlerweile weiß ich es, ich hätte eigentlich auch früher drauf kommen können: zu der Zeit hatte ich meine Haare fast täglich geglättet!). Mittlerweile habe ich es so einigermaßen in den Griff bekommen, bin eben immer noch am Dazulernen. Aber die Farbe gefällt mir sehr gut auf den Fotos. Ich meine dafür, dass ich eigentlich dunkelblond bin. Da hatte ich ein Dunkelbraun- und Rot-Gemisch gemacht.

Naja, irgendwann konnte ich diesen hennaroten Ansatz nur nicht mehr sehen. Meine dunkelbraun-roten Längen gefallen mir total, aber dieses Rot…irgendwie wollte ich mal was anderes ausprobieren. Ich forschte im Internet nach Ergebnissen von Henna- und Directions-Gemischen oder von Directions-Farben auf dunkleren Haaren. Früher hatte ich mit Directions getönt, aber entweder auf meiner Naturhaarfarbe oder später auf aufgehellten Haaren. Besonders fündig wurde ich nicht, außer, dass Dark Tulip auf dunklen Haaren gut sichtbar sein soll. Leider bekam ich die Farbe in dem Friseurladen in der Stadt nicht, weswegen ich zu Rose Red griff. Die Farbe hatte ich früher ohne meine Haare vorher aufzuhellen genommen und es hatte immer gut geklappt. Dieses Rezept kam dabei raus:

100 g Khadi rot
400 ml Schwarztee
am nächsten Tag:
1 TL Apfelessig
1 TL Kokosöl
1 EL Haarkur
1 EL Sojamilch
1 TL Rosenwasser
1/2 Topf Directions Rose Red
> 4 Stunden Einwirkzeit

Hier ist das Ergebnis:

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nach 1x waschen, mit Blitz

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und ohne Blitz!

Ich bin mir sicher, dass ich einen leichten Schimmer sehen kann. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich dieses Mal kein dunkelbraun dazugemischt hatte. Besonders hohe Erwartungen hatte ich aber auch keine. Ob der nach einer Woche immer noch sichtbare rosa Fleck in der Dusche es wert ist, in Zukunft immer Directions dazuzumischen, weiß ich noch nicht. Mit Dark Tulip werde ich es auf jeden Fall mal ausprobieren, vielleicht ist die Farbe ja nicht so hartnäckig in der Dusche. Aber nächstes Mal nehme ich ein wenig Ebony oder Dark Brown… 😉